Aderlass
Der Aderlass ist eine seit Jahrhunderten geübte Methode der Blutverdünnung durch Entzug der festen Bestandteile des Blutes. Dabei wird aus einer Vene, meistens in der Armbeuge, Blut, 100 bis 300 ml entnommen. Da aus dem umliegenden Gewebe Flüssigkeit nachströmt, kommt es zu einer „Verflüssigung“ des Blutes und verbesserten Fließeigenschaften. Vor einigen Jahrhunderten glaubte man durch den Aderlass nahezu jede Krankheit besiegen zu können. Dadurch geriet die Methode in Misskredit. Seitdem die Naturheilkunde sich heute auch neuerer Erkenntnisse bedient, wird der Aderlass als natürliche Methode aus Sicht der Naturheilkunde zunehmend wichtiger. Das reicht von einigen Stoffwechselerkrankungen, wo auch Schulmediziner den Aderlass einsetzten bis zu den in der Naturheilkunde besonders wichtigen Ausleitungsverfahren, um Schlackenstoffe und Gifte auszuscheiden. Die Ausleitungsverfahren werden allerdings von der Schulmedizin nicht anerkannt, weil wissenschaftliche Beweise bisher nicht geliefert worden seien.