Bluthochdruck

Aus Heilkundelexikon
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Bluthochdruck – eine oft verkannte Gefahr


Ab welchen Werten spricht man von der Blutdruckerhöhung ?

Bei einer dauerhaften, nicht situationsabhängigen Erhöhung - zum Beispiel hervorgerufen durch Sport oder Stress - über 140 / 90 mmHg spricht man von einer Hypertonie (Anm.: durch erhöhten arteriellen Blutdruck gekennzeichnete Krankheit des Kreislaufsystems). Die frühere Formel 100 plus Lebensalter für den oberen Wert gilt schon sehr lange als überholt.


Wofür stehen die beiden Werte bei der Blutdruckmessung ?

Der obere, systolische Wert steht für die Ausdehnung der Arterien auf die Folge eines jeden Herzschlages. Der untere, diastolische Wert steht für die Folge der Erschlaffung zwischen den Herzschlägen. Da die Muskulatur des Herzens und der Arterien sich nur während der Erschlaffungsphase erholen kann, sollte der wichtige untere Wert optimal nicht über 70 mm Hg liegen.

Man unterscheidet hier die primäre und sekundäre Hypertonieform. Bei der primären, essentiellen Form, die über 90 % aller Fälle ausmacht, wird die Ursache zum unbekannten Phänomen erklärt und kann somit nur symptomatisch, das bedeutet nicht ursächlich, behandelt werden. Diese Patienten bekommen manchmal schon in jungen Jahren und meistens für den Rest des Lebens chemische Medikamente. Es sei hier erwähnt, dass allein in Deutschland jährl. 160.000 Menschen an den Nebenwirkungen von Arzneimitteln sterben. Die sekundäre Form der Hypertonie, die unter 10 % liegt, ist die Folge von hauptsächlich Nierenerkrankungen und Hormonstörungen.


Wo liegen die Gefahren von chronischem Bluthochdruck ?

Je länger eine Hypertonie besteht und umso höher der Blutdruckwert liegt desto größer sind die Gefahren und Komplikationen wie zum Beispiel Linksherzvergrößerung, Netzhautschäden der Augen, Nierenprobleme, plötzlicher Herzinfarkt oder Schlaganfall. Der Prozess der Arteriosklerose (Anm.: Adernverkalkung) wird allerdings nicht nur durch Blutdruckerhöhung gefördert, sondern ist eine Summe von verschiedenen Ursachen. Die wesentlichen Faktoren sind aus unserer Sicht ein Mangel an Antioxidantien und ein erhöhter Homocysteinspiegel. (Anm.: Homocystein ist eine körpereigene giftige Substanz, die bei der Eiweißbildung täglich entsteht und bei bestimmtem Mangel an Vitaminen im Blut ansteigt). Jeder Bluthochdruckbetroffene sollte als erstes ein großes Blutbild anfertigen lassen. Da die gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen der Kostendämpfung immer weniger Labordiagnostik erstatten, ist hier Eigeninitiative gefragt. Ein aussagefähiges Blutbild sollte schon aus mindestens 50 Parametern (Messwerten) bestehen. Jeder Gesundheitsinteressierte sollte wenigstens seinen Homocysteinspiegel überprüfen lassen. Die Laborkosten liegen bei rund 30 Euro.


In über 90 % der Fälle ist die Ursache der Hypertonie medizinisch unbekannt.

Um die Ursachen einer Erkrankung behandeln zu können, muss man die ganzheitlichen und biochemischen Zusammengänge des Körpers verstehen können. Die wichtigste Substanz für die körpereigene Blutdruckregulierung ist das NO-Gas. Für diese revolutionäre Entdeckung wurde 1998 der Nobelpreis für Medizin verliehen. Dieses gasförmige Signalmolekül wird in den arteriellen Gefäßwänden aber nur dann produziert, wenn genug schützende Antioxidantien, an erster Stelle Glutathion, vorhanden sind.


Welche therapeutischen Möglichkeiten gibt es in der Naturheilpraxis ?

An erster Stelle steht wie bei allen chronischen Erkrankungen die Ursachendiagnose und anschließend eine gezielte individuelle Therapie. Bestimmte Infusionen und die Anwendung von Sauerstoff können, wie Naturheilkundler glauben, oftmals die in vielen Fällen gestörte Mikrozirkulation verbessern. Dieses sorgt für Druckentlastung und der Blutdruck normalisiert sich nicht selten dauerhaft. Weitere in der Naturheilpraxis bewährte Therapien zur Verbesserung der Grundbedingungen für einen normalen Blutdruck sind z.B. Entsäuerungs-, Antioxidantien-und vegetative Behandlungsmaßnahmen.