Chelat-Therapie

Aus Heilkundelexikon
Wechseln zu: Navigation, Suche

Chelate sind Verbindungen von Atomen zu einem Komplex mehrerer Atome mit bestimmten Stukturen mittels eines Chelatbildners. Dies gilt vor allem für Schwermetalle. Für die Medizin ist dies wichtig, weil Chelatkomplexe von Schwermetallen ausgeschieden werden können und in der Regel die Chelatkomplexe auch nicht mehr die Gifteigenschaft des gebundenen Schwermetalls haben. In der Schulmedizin werden Chelatbildner deshalb bei Vergiftungen mit Schwermetallen eingesetzt. In der alternativen Naturheilkunde hat die Chelat-Therapie, damit meint man den Einsatz von Chelatbildnern, weitaus weiterreichende Einsatzgebiete. So ist die Entgiftung von Quecksilber aus Amalgam Plomben ein wichtiges Thema. Auch andere Schermetallbelastungen, wie Cadmium werden ausgeschwemmt. Aus Sicht der Naturheilkunde sollen selbst geringfügige Schwermetallbelastungen die zerstörerische Wirkung der schädlichen Sauerstoffverbindungen begünstigen. Diesen aus der Erfahrung entwickelten Vorstellungen steht die Schulmedizin derzeit noch sehr skeptisch gegenüber.

Ansichten