Migräne II

Aus Heilkundelexikon
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Migräne das Gewitter im Kopf


Was genau ist unter dem Begriff Migräne zu verstehen

Der Begriff Migräne ist von dem französischen Wort „la migraine“ – der Kopfschmerz abgeleitet. Als Migräne bezeichnet man anfallsartig auftretende, periodisch wiederkehrende, überwiegend einseitige Kopfschmerzen, die oft gleichzeitig mit Übelkeit und Erbrechen auftreten. Eine Migräneattacke verläuft in fünf Phasen. In der Vorphase entsteht eine erhöhte Reizbarkeit, Anfälle von Heißhunger, Hyperaktivität aber auch Müdigkeit. In der Auraphase kommt es zu neurologischen Symptomen mit visuellen Außfallerscheinungen, die etwa eine Stunde anhalten. Die Kopfschmerzphase nimmt meist langsam über Stunden zu und geht häufig einher mit Übelkeit, Erbrechen, und Licht- und Lärmempfindlichkeit. Die Dauer der Kopfschmerzphase liegt normalerweise zwischen Stunden und mehreren Tagen. In der Rückbildungsphase nehmen die Symptome ab und die Betroffenen fühlen sich müde und abgespannt. Während der Erholungsphase können bis zu zwei Tage vergehen.


Welche Migräne-Auslöser sind bekannt

Ein wichtiger Punkt als Migräne-Auslöser ist das so genannte HWS-Trauma. Durch eine manchmal sogar viele Jahre zurückliegende Verletzung der Axis/Atlas-Wirbelkörper (erster und zweiter Halswirbel) werden körpereigene Entzündungsbotenstoffe freigesetzt, die die Bluthirnschranke im Kopf durchlässig machen für Substanzen, die im Gehirn eigentlich nichts zu suchen haben. Die Verletzungen können durch Sport wie z. B. harte Kopfbälle beim Fußball, Unfälle und sogar während der Schwangerschaft im Mutterleib hervorgerufen worden sein. Ist die Voraussetzung für ein HWS-Trauma geben, können durch Stress, Schlafmangel, zu viel Schlaf, Nikotin, Alkohol und hormonelle Schwankungen wie z. B. vor der Periode eine Migräne ausgelöst werden.


Welche Möglichkeiten der Migräne-Behandlung gibt es

Neben den bekannten chemischen Medikamenten mit den gerade bei einer Langzeittherapie nicht unerheblichen Nebenwirkungen setzt die naturheilkundliche Praxis überwiegend auf die vorbeugende Behandlung und weniger auf die akute Schmerztherapie. Um die Symptome und Anfallshäufigkeit der Migräne zu reduzieren helfen oftmals aus naturheilkundlicher Sicht z. B. die Substituierung von hochwertigem Magnesium, Vitamin B2, Pflanzenextrakte aus der Pestwurz, dem körpereigenen Baustoff Q10 und bei Nachweis des oben erwähnten HWS-Traumas eine Injektionsserie mit einem speziellen Vitamin B12. Allerdings sind diese Maßnahmen ebenso wie die Akupunktur nur von symptomatischer Natur, wenn auch ohne schädliche Nebenwirkungen.


Wie sieht denn eine ursächliche Behandlung der Migräne aus

R. W.: Im Gegensatz zur Schulmedizin sehen viele naturheilkundliche Praxen die Migräne nicht als unabdingbares Schicksal. Die naturheilkundliche Erfahrung hat wiederholt gezeigt, dass die Hauptauslöser der Migräneattacken in einem nicht gesunden Darm zu sehen sind. Als erstes entsteht hier durch ein Ungleichgewicht der gerade bei Migräneauslösung wichtige Nervenbotenstoff Serotonin und Histamin. Zweitens entsteht durch eine nicht intakte Darmbakterienflora (ausgelöst u. a. durch Antibiotikabehandlung, ständige Fastfoodnahrung und Amalgambelastung der Zähne) das so genannte Leaky-Gut-Syndrom, das heißt eine löchrige, viel zu durchlässige Darmschleimhaut. Gelangen hierdurch unnatürlich große Nahrungspartikel vom Darm in den Kreislauf, können, wie wir beobachtet haben, heftige Immun-Abwehrreaktionen entstehen, die dann reflektorisch eine Migräne auslösen können. Diese Unverträglichkeitsreaktionen können oftmals nachgewiesen werden und durch eine Weglassdiät der positiv getesteten Nahrungsmittel die Häufigkeit der Migräneattacken minimiert oder sogar gänzlich eliminiert werden. Von der Schulmedizin wird dieses naturheilkundliche Therapieverfahren nicht anerkannt, weil aus Sicht der Schulmedizin bisher keine ausreichenden Beweise für die Wirksamkeit vorgelegt worden seien.