Rückenschmerzen

Aus Heilkundelexikon
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Volkskrankheit Rückenschmerz

Fast jeden Menschen betrifft es mindestens einmal im Leben: Der Rücken zwickt. Was die Ursachen sind und wie man therapieren kann, wird hier erklärt.


Wie viele Menschen sind von Rückenschmerzen betroffen?

Rückenschmerzen spürt fast jeder Deutsche mindestens einmal im Leben. Am stärksten betroffen sind Menschen zwischen 30 und 50 Jahren. Bei 65 Prozent der Jugendlichen unter 18 Jahren wurden bereits Haltungsschäden unterschiedlicher Ausprägung festgestellt. Vorsichtig geschätzt verursachen Rückenschmerzen pro Jahr circa 15 Milliarden Euro volkswirtschaftliche Gesamtkosten.


Und alles hängt von der Wirbelsäule ab, oder?

Ja, die Wirbelsäule, die zentrale Achse unseres Körpers, muss zwei völlig unterschiedliche, mechanische Funktionen erfüllen. Einerseits wird unsere aufrechte Körperhaltung gewährleistet, andererseits muss sie biegsam genug sein, um Bewegungen wie Drehen, Beugen oder Heben zu gewährleisten. Diese Anforderungen hat die Natur auf geniale Weise durch ein feinmechanisches Wunderwerk aus Knochen, Bändern, Sehnen, Nerven und Muskeln gelöst.


Welche Faktoren verursachen Rückenschmerzen?

Zu viel (Leistungs-)Sport, zu wenig oder einfach nur falsche Bewegungen sind die häufigsten Auslöser für Rückenprobleme. Für stundenlanges, monotones Sitzen ist unser Körper eigentlich nicht konzipiert. Ein weiterer Problemfaktor ist eine gestörte Statik der Wirbelsäule, ausgelöst durch Stürze, die manchmal Jahre oder sogar Jahrzehnte zurückliegen können. Diese Fehlstellung kann sehr präzise durch einen Beinlängenvergleich festgestellt werden.


Und wenn durch diesen Vergleich eine Differenz der Längen zu Tage tritt?

Die Beinlängendifferenz, also wenn Menschen ein kürzeres Bein haben, wird symptomatisch allzu häufig mit Einlagen therapiert und dadurch chronisch. Medizinisch gesehen ist ein „echtes" zu kurzes Bein so selten wie ein Sechser im Lotto. Ein erfahrener Therapeut kann diese Fehlstellung der Wirbelsäule oftmals mit gezielter Chiropraktik, das heißt durch einen gezielten heilenden Ruck werden verschobene Wirbelkörper in die Urstellung gebracht, ursächlich behandeln, wie wir glauben. Das sind aber naturheilkundliche Erkenntnisse, die von der Schulmedizin praktisch nicht geteilt werden.

Welche Möglichkeiten der Schmerztherapie bietet die Naturheilkunde?

Der absolut größte Anteil von Rückenbeschwerden wird durch eine zum Teil massive Verhärtung der Rückenmuskulatur verursacht. Löst man diese Verspannung, ist in den meisten Fällen die Schmerzproblematik verschwunden oder zumindest stark gelindert. In der Naturheilpraxis hat sich dafür ein Drei-Stufen-Behandlungsprogramm bestens bewährt.


Wie funktioniert das genau?

Ein Infrarot-Bestrahlungsgerät mit Wasserkühlung ermöglicht eine Wärmetherapie mit starker Tiefenwirkung ohne die Haut zu überhitzen. Nachdem sich die Muskulatur erwärmt hat, werden, wie wir glauben, durch eine pneumatische Unterdruckmassage abgelagerte saure Schlackenstoffe mobilisiert und über das Lymphsystem abtransportiert. Mit einer Frequenz von circa 200 Pulsationen pro Minute entsteht eine Wechselwirkung zwischen Sog und Entspannung. Die Patienten empfinden diese Behandlung als äußerst angenehm. Anschließend werden die hartnäckigen Muskelverhärtungen und Triggerpunkte (Anm.: Anhäufung mikroskopisch kleiner Muskelknoten) mit der so genannten Stoßwellentherapie behandelt. Dabei werden über eine „Pistole" erzeugte Stoßwellen in verhärtete Muskeln geleitet. Das Gerät ist vergleichbar mit einem Mini-Presslufthammer. Mit circa 600 Druckluftstößen in der Minute wird die betroffene Muskulatur extrem gedehnt und in vielen Fällen wieder elastisch.

Die Erkenntnisse über die Ursachen von Rückenschmerzen werden von der Schulmedizin nur zum Teil geteilt. Dies gilt auch für die hier genannten naturheilkundlichen Schmerztherapieverfahren, für die Beweise zur Wirksamkeit aus Sicht der Schulmedizin noch nicht ausreichend erbracht worden sind. Es sind Erfahrungen der Therapeuten, die mit diesen Methoden arbeiten.