Schilddrüsenkrank – Jod sei Dank

Aus Heilkundelexikon
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Die Schilddrüse ist die größte Hormondrüse im menschlichen Körper. Sie befindet sich im Hals unterhalb des Kehlkopfes wie ein Schild vor der Luftröhre. Beim Menschen hat sie die Form eines Schmetterlings. Die Hauptfunktion der Schilddrüse besteht in der Speicherung des Spurenelements Jod und die Synthese der jodhaltigen Hormone Thyroxin (T4 – Tetrajodthyronin) und Trijodthyronin (T3) sowie des Peptidhormons Calcitonin. Die Hormone spielen eine wichtige Rolle im Energiestoffwechsel und Wachstum der menschlichen Zellen. Das Calcitonin hemmt den Knochenabbau durch Einbau von Calcium und Phosphat.


Welche Erkrankungen der Schilddrüse treten am häufigsten auf?

Die Schilddrüse ist der Auslöser für zahlreiche Erkrankungen die unter anderem zu Störungen des Hormonstoffwechsel führen und eine Unterfunktion (Hypothyreose) oder Überfunktion (Hyperthyreose) hervorrufen können. Des Weiteren kann sich die Schilddrüse entzünden und vom eigenen Immunsystem angegriffen werden wie z. B. bei der Hashimoto-Thyreoiditis. Bei den so genannten kalten Knoten handelt es sich um funktionsloses vernarbtes Gewebe, bei den heißen Knoten um außer Kontrolle geratene Zellen die übermäßig viel Schilddrüsenhormone bilden.

Wie machen sich die Schilddrüsenprobleme körperlich bemerkbar?

Bei der Unterfunktion werden in der Schilddrüse zuwenig Hormone gebildet. Dieser Mangel führt zu einer Verlangsamung der Körperfunktionen. Die Betroffenen sind extrem kälteempfindlich, leiden unter dauernder Müdigkeit und Antriebsschwäche, einem verlangsamten Herzschlag und nehmen an Gewicht zu. Bei einer Überfunktion (Hyperthyreose) werden zu viele Schilddrüsenhormone gebildet wie z. B. bei heißen Knoten oder der Basedowschen Krankheit. Die Betroffenen sind unruhig, reizbar, leiden unter Konzentrationsstörungen, Schwitzen, Gewichtsverlust und einem unangenehm erhöhten Pulsschlag. Über einen einfachen Blutlabor-Test kann man anhand des in der Hirnanhangdrüse gebildeten Schilddrüsenstimulierenden Hormon (TSH) eine Dysfunktion feststellen. Nach neueren Erkenntnissen weisen Werte unter 1 auf eine Überfunktion, Werte über 2 auf eine Unterfunktion hin.

Welche Rolle spielt Jod im Schilddrüsenstoffwechsel?

Unbestritten spielt das Spurenelement Jod eine wichtige Rolle im Schilddrüsenstoffwechsel. Seit 1989 in der BRD die Zwangsjodierung vom Kochsalz angeordnet wurde und auch durch Tierfütterung massiv in Milchprodukten, Eiern und Fleisch enthalten ist, bringen wir uns nach Meinung vieler Naturheilkundler dadurch ungewollt an den Rand einer Jodvergiftung. Eine Überversorgung mit dem hochreaktiven, völlig unnatürlichen Kaliumjodid führt aus unserer Sicht oftmals zu Schilddrüsendysfunktionen, Akne, Hautproblemen, Asthma, Herzrhythmusstörungen, Schlafstörungen, Depressionen unruhigen Beinen und allergischen Reaktionen, wird aber äußerst selten als Ursache dieser Probleme diagnostiziert. Alle Befürworter der BRD-Jodmangelthese sollten sich einmal darüber Gedanken machen, warum seit 1989 die Schilddrüsenerkrankungen signifikant angestiegen und keinesfalls rückläufig sind. Weitere Infos finden Sie unter www.jodkrank.de

Und woher bekommt die Schilddrüse gesundes Jod?

Alle aus dem Meer kommenden Produkte incl. Meersalz versorgen die menschliche Schilddrüse mit natürlichem, physiologischem Natriumjodid und dieses seit vielen Millionen Jahren. Allerdings sollte man hier wegen der Umweltverschmutzung auf Bio-Produkte ausweichen.

Welche Möglichkeiten kennt die Naturheilkunde um Schilddrüsenprobleme ganzheitlich zu behandeln?

Die Schilddrüse ist als größte Hormondrüse im menschlichen Körper besonders anfällig für Giftstoffe und Schwermetalle, an erster Stelle das immer noch nicht verbotene Amalgam als Zahnmaterial und giftige Quecksilberverbindungen in Impfungen. Betroffene sollten nach einer fachgerechten Zahnsanierung eine Giftstoffausleitung mittels spezieller Infusionen durchführen lassen. Des Weiteren ist nur wenigen Therapeuten bekannt, dass der Körper für die Umwandlung des Depothormons T4 in das aktive Hormon T3 auf das Spurenelement Selen angewiesen ist. Einige Schilddrüsenerkrankungen können durch die Einnahme von Selenhaltigen Nahrungsmittelergänzungen positiv beeinflusst werden. Zudem leiden viele Menschen unter dem so genannten Nitrostress. Dieser Nitrostress entsteht u. a. als Folge von dauerndem Verzehr ungeeigneter Lebensmittel und Nitropökelsalzen. Die individuell unverträglichen Nahrungsmittel lassen sich durch einen Antikörper-Bluttest nachweisen. Eine weitere Möglichkeit der Schilddrüsenregulation ist die Neuraltherapie. Bei dieser Domäne der Naturheilkunde werden spezielle biologische und homöopathische Wirkstoffe direkt über der Schilddrüse injiziert und greifen nach meinen Beobachtungen regulativ in den entgleisten Schilddrüsenstoffwechsel ein. Diese Verfahren werden allerdings von der Schulmedizin abgelehnt