Schlafstörungen

Aus Heilkundelexikon
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Schlafstörungen - Wenn die Nacht zum Tag wird

Schlafstörungen haben verschiedene Ursachen. Nicht alle sind medizinisch erklärbar.


Was versteht man unter einer Schlafstörung?

Die Beschwerden bestehen in Einschlaf- und Durchschlafstörungen oder nicht erholsamem Schlaf, das heißt der Patient fühlt sich trotz adäquater Schlafdauer nicht erholt. Von gestörtem Schlaf spricht man, wenn die Einschlafdauer und die nächtlichen Wachzeiten mehr als 30 Minuten betragen und die Gesamtschlafzeit kürzer als sechs Stunden ist.

Was sind die Ursachen von Schlafstörungen?

Bei allen psychischen Erkrankungen wie beispielsweise Depressionen, Angstzuständen und vegetativer Dystonie können Schlafstörungen als Begleitsymptome auftreten. Die häufigsten körperlichen Erkrankungen, die mit Schlafstörungen einhergehen sind Herz-, Lungen-, rheumatische-und neurologische Erkrankungen. Als weitere Ursachen sind medikamentöse Nebenwirkungen von zum Beispiel Neurotropika, Migränemitteln, Betablockern, Antiasthmatika, Parkinsonmitteln und der Dauergebrauch von Schlafmitteln bekannt. Es gibt auch einige medizinisch unerklärbare Schlafstörungen. Wer beispielsweise einen Fernseher im Schlafzimmer hat, einen Funkwecker in Kopfnähe oder gar auf einem elektrischen Wasserbett schläft, braucht sich über eine gestörte Nachtruhe nicht zu wundern. Hilfreich bei der Ursachenfindung ist die spezielle Diagnosetechnik. Damit können wir Elektrosmog, Amalgambelastung, Darmpilze, körperliche sowie psychische Probleme als Komponenten der Schlafstörungen dingfest machen. Als erweitertes Stoffwechselprofil bieten sich besondere Laboruntersuchungen an.

Welche naturheilkundlichen Möglichkeiten gibt es ?

Bei leichten Schlafstörungen empfehlen sich Naturmittel wie Baldrian, Hopfen, Hafer und Johanniskraut oder homöopathische Mittel wie Coffea und Zincum Metallicum. Ein erfahrener Therapeut setzt die Aminosäure Tryptophan ein. Durch diesen biologischen Stoff bildet sich im Gehirn der schlaffördernde Neurotransmitter Serotonin. Gerade bei langzeitigen Schlafstörungen ist vom Gebrauch von chemischen Schlafmitteln dringend abzuraten. Die Naturpraxis bietet hier eine breite Palette von Therapiemöglichkeiten, zum Teil als Infusionstherapie oder computergestützt an. Die Methoden der Naturheilkunde unterscheiden sich zum Teil deutlich von den Vorstellungen der Schulmedizin und werden, wenn überhaupt, nur eingeschränkt anerkannt.