Stoßwellen

Aus Heilkundelexikon
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Stoßwellen - die Alternative in der Schmerztherapie

Über Druckluft werden Druckstöße in die verhärteten Muskeln geleitet: Einsatzgebiete sind Migräne und Spannungskopfschmerz, Ischiasbeschwerden, Arthrosen der großen Gelenke, der Tennisellenbogen, der Fersensporn und die Narbenbehandlung.


Wie genau funktioniert die Stoßwellentherapie?

Die Therapie beruht darauf, dass über eine „Pistole" erzeugte Stoßwellen in verhärtete Muskulatur und Weichteile geleitet werden. Das Gerät ist vergleichbar mit einem Mini-Presslufthammer, denn über Druckluft werden je nach Einsatzgebiet 500 bis 700 Druckstöße in der Minute in verhärtete Muskeln oder so genannte Triggerschmerzpunkte geleitet. Dadurch soll die Verhärtung gelöst werden.


Was genau sind Triggerschmerzpunkte?

Der Begriff „Trigger" kommt aus dem Englischen und bedeutet Auslöser. Bei den Triggerpunkten handelt es sich um eine Anhäufung mikroskopisch kleiner Muskelknoten. Die meisten Menschen haben diese Verhärtungen in ihrer Muskulatur. Man unterscheidet dabei die aktiven und latenten Triggerpunkte. Die aktiven Punkte sind ständig spürbar und lösen bei leichtem Druck einen ausstrahlenden Schmerz aus. Die latenten Triggerpunkte sind nur während einer stärkeren Druckmanipulation spürbar. Obwohl diese Triggerpunkte vielen Patienten gerade im Bewegungsapparat und der Wirbelsäule ständig Schmerzen bereiten, führen sie im Praxisalltag ein Schattendasein, weil sie durch bildgebende Verfahren wie etwa Röntgen und Computertomographie nicht dargestellt und diagnostiziert werden können. Durch die dauerhafte Verkürzung der Muskulatur wird die Sauerstoff- und Nährstoffzufuhr stark gedrosselt. Das führt oftmals zu Fehlstellungen von Gelenken und Wirbelkörpern und ist aus unserer Sicht ein Hauptauslöser von vorzeitigem Verschleiß der Gelenke und der Wirbelsäule.


Welches sind die Haupteinsatzgebiete der Stoßwellentherapie?

Ein wichtiges Einsatzgebiet ist die Behandlung und Vorsorge von Muskelfaserrissen im Hobby- und Leistungssport. Ein gesunder Muskel wird auch bei Höchstbelastung in der Regel keine Probleme bereiten. Jeder Muskelfaser- oder sogar Muskelbündelriss kündigt sich nach unseren Erfahrungen schon durch tastbare Muskelverhärtungen an. Gerade im Profifußball Bereich könnte durch eine rechtzeitige Behandlung eine verletzungsbedingte Auszeit verhindert werden. Weitere Einsatzgebiete sind aus naturheilkundlicher Sicht Migräne und Spannungskopfschmerz, Ischiasbeschwerden, Arthrosen der großen Gelenke, der Tennisellenbogen, der Fersensporn und die Narbenbehandlung.


Lässt sich die Stoßwellentherapie auch mit anderen Verfahren kombinieren?

Die Kombination mit Massagen, Schröpfen, Magnetfeldtherapie, Bestrahlung und Krankengymnastik bietet sich geradezu an. Die genaue Kenntnis der Triggerpunkte wird selbst in der Schulmedizin immer wichtiger. Auch die Stoßwellentherapie hat Einzug in Praxen gefunden, die mit sanfter Therapie mehr erreichen wollen. Sie ist aber dennoch eine Methode der ganzheitlichen naturheilkundlichen Medizin und wird deshalb von der Schulmedizin nur zum Teil anerkannt. Übrigens gibt es unterschiedliche technische Verfahren der Stoßwellentherapie, die Ihnen sachkundige Therapeuten gerne erläutern.