Vegetative Dystonie

Aus Heilkundelexikon
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Vegetative Dystonie eine Frage der Balance


Was bedeutet vegetative Dystonie?

Eine vegetative Dystonie liegt dann vor, wenn die Erregungsleitung im Nervensystem gestört ist. Das Wort „vegetativ“ bezieht sich in der Medizin auf das so genannte unwillkürliche Nervensystem, das unter anderem Blutdruck, Pulsfrequenz und Verdauung regelt. Unwillkürlich bedeutet, es lässt sich, wenn man nicht gerade Fakir ist, nicht durch den Willen beeinflussen. Werden durch übermäßigen Stress die körperlichen Leistungsreserven aufgebraucht, kann das zu funktionellen Beschweren der Organe führen.


Welche Beschwerden können auftreten?

Folgende Symptome können Ausdruck einer vegetativen Dystonie sein: Nervosität, innere Unruhe, Reizbarkeit, Ein- und Durchschlafstörungen, Schwindel, klimakterische Beschwerden, Verkrampfungen der Muskulatur wie etwa Wadenkrämpfe oder Muskelzittern, Herzbeschwerden wie zum Beispiel Herzstolpern, Herzrasen oder Beklemmungsgefühl in der Brust, außerdem kalte Hände und Füße, Durchfall oder Verstopfung. Häufig kommt es zu einem diffusen Ineinanderfließen von körperlichen Beschwerden und seelischen Symptomen wie Angst, innerer Unruhe und Antriebslosigkeit.


Welche Ursachen haben diese Symptome?

Der „Antreiber“ Sympatikus und der „Stopper“ Parasympatikus, die beiden Partner im vegetativen Nervensystem, arbeiten nicht mehr harmonisch zusammen. Der Sympatikus mit seinen Stresshormonen Adrenalin und Noradrenalin entstand in der Evolution zur Jagd und Flucht. Da wir diese Stresshormone aber heute selten durch eine ruckartige starke Bewegung verbrauchen, kommt die vegetative Balance aus dem Gleichgewicht, vor allem bei permanentem Dauerstress. Der Parasympatikus mit seinem Nervenbotenstoff Acetylcholin ist in seiner Funktion überfordert und der Mensch gerät aus dem Gleichgewicht. Trotz alledem ist die Diagnose vegetative Dystonie umstritten. Kritiker bezeichnen sie oft als Verlegenheitsdiagnose. Jeder Betroffene sollte bei den oben erwähnten Symptomen abklären lassen, ob nicht doch organische Fehlfunktionen die Ursache der Probleme sind.


Wie kann man diese organischen Probleme aufdecken?

Zuerst sollte ein Labor-Blutbild gemacht werden. Da die gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen der Kostendämpfung immer weniger Labordiagnostik erstatten, ist hier oftmals eine finanzielle Eigenleistung gefragt. Ein so genanntes großes Blutbild sollte schon aus circa 50 Laborparametern bestehen. Die privaten Krankenkassen und Beihilfen erstatten diese Kosten nach wie vor.


Welche naturheilkundlichen Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei der vegetativen Dystonie?

An erster Stelle steht selbstverständlich eine gesunde Lebensweise mit möglichst wenig Stress. Bei leichten Beschwerden reichen pflanzliche Harmoniemittel wie zum Beispiel Baldrian, Hopfen, Passionsblume und Johanniskraut oder homöopathische Einzel- und Komplexmittel. Bei stärkeren Beschwerden hat sich in der Naturheilkunde die Infusion mit dem Biostoff Cholincitrat bewährt. Schon während der Infusion spürt man oftmals eine deutliche Entspannung. Der Biostoff soll nach naturheilkundlichen Erkenntnissen dem Parasympatikus helfen, den Antistress-Neurotransmitter Acetylcholin zu bilden. Viele vegetative Probleme lösen sich dadurch schlagartig, lang anhaltend und vor allem ohne gesundheitliche Nebenwirkungen. Dies sind Therapiemethoden der Naturheilkunde. Vor allem die Infusionen mit Cholincitrat werden von der Schulmedizin nicht anerkannt, weil aus Sicht der Schulmedizin noch keine ausreichenden Beweise für die Wirksamkeit volägen.