Wirbelsäulenerkrankungen

Aus Heilkundelexikon
Wechseln zu: Navigation, Suche

Wirbelsäulenerkrankungen das Kreuz mit dem Kreuz


Welches sind die häufigsten Wirbelsäulenerkrankungen?

Was ständig vorkommt, ist das sogenannte HWS-Syndrom (Halswirbelsäule). Viele Patienten leiden dabei unter starken Verspannungen, Kopfschmerzen und einem steifen Hals. Daneben gibt es das LWS-Syndrom (Lendenwirbelsäule) mit den Ischialgien. Beide Erkrankungen stellen degenerative Veränderungen der Wirbelsäule dar.

Was versteht man unter „Bandscheibenvorfall“ oder „Hexenschuss“?

In der Bandscheibe hat man noch einmal einen weichen Kern, den Gallertkern, der durch eine falsche Bewegung aus der Bandscheibe herausgepresst wird und dann auf den Nerv drückt. Der Hexenschuss ist eine Verhärtung oder Verkrampfung der Muskulatur.


Wie entstehen diese Erkrankungen?

Die meisten Erkrankungen werden durch eine schiefe Statik der Wirbelsäule oder Fehlbelastungen hervorgerufen. Oft finden schon im Kindesalter, beispielsweise durch Stürze, Verschiebungen im Beckenbereich statt. Gewisse Partien in der Wirbelsäule werden dann übermäßig belastet und nutzen dadurch schneller ab. Wird diese Fehlstellung nicht chiropraktisch oder durch andere Techniken behoben, ist aus naturheilkundlicher Sicht ein späterer Wirbelsäulenschaden vorprogrammiert.

Welche Therapie wenden Sie bei einer Wirbelsäulenerkrankung an?

Die einzige Möglichkeit, bei schweren Erkrankungen sind aus meiner Sicht Aufbauspritzen. Diese Präparate werden direkt in die Wirbel gespritzt und lassen die Bandscheiben wieder etwas aufquellen. Zusätzlich haben sich auch andere naturheilkundliche Verfahren bewährt. Massagen sind zwar auch hilfreich, aber lindern nur die Symptome, beheben nicht die Ursachen. Der Patient kann darüber hinaus selber Übungen z.B. mit einem Gymnastikball durchführen oder ein Fitnesscenter besuchen, aber nur unter professioneller Anleitung. Je kräftiger die Muskulatur ist, desto mehr wird die Wirbelsäule entlastet, die zu ihrer Ernährung vor allem Bewegung braucht. Menschen, die viel sitzen, haben oft Beschwerden. Die Schmerzen werden oft von der Muskulatur neben der Wirbelsäule verursacht, die sich verhärtet hat. Wichtig ist eine sorgfältige Untersuchung, erst dann kann eine individuelle Therapie angeboten werden. Stress und Überforderung wirken sich ungünstig aus und fördern oft Wirbelsäulenerkrankungen. Das muss dann mitbehandelt werden.

Die Therapie mit Aufbauspritzen ist naturheilkundlich und wird von der Schulmedizin nicht unbedingt anerkannt, weil aus Sicht der Schulmedizin noch Nachweise für die Wirksamkeit ausstehen.

Werden die Kosten einer Behandlung von den Krankenkassen übernommen?

Ja, die privaten Krankenkassen und Beamtenkassen übernehmen die Kosten ganz oder wenigstens teilweise.